Dienstag, 14. August 2007

Heimweh

Dienstag 14.August 2007

Heute hat mich das Heimweh gepackt, mit aller Kraft. Mein Herz tut so weh, und ich sehne mich so nach zu Hause. Nach Hard, nach Wien. Nach allen den Menschen die ich lieb hab, bei denen ich mich wohl fühle, und denen ich mein Herz ausleeren kann. Bei denen ich auch mal doof sein kann, und die mich trotzdem liebhaben….Hier hab ich so viele Leute um mich, aber niemanden bei dem ich mich mal anlehnen könnte und einfach für ein paar Minuten vergessen könnte wo ich bin und dass es noch viel zu lange ist, bis ich wieder heimkomme. Es kommt mir vor, als wäre ich jetzt schon eine Ewigkeit getrennt von den besonderen Menschen, die die letzten Jahre für mich zu so was Besonderem gemacht haben. Die mich begleitet haben, durch sonnige und regnerische Zeiten, die mit mir gefeiert und gelacht, aber auch geweint haben. Die mir die Melodie meines Herzens vorspielten als ich sie vergessen hatte, und mir einen Anker zuwarfen, wenn ich das Gefühl hatte zu ertrinken. Die zu mir standen, wenn ich sie brauchte, und mir verziehen, wenn ich einen Fehler machte. Wie gerne würde ich wieder bei ihnen sein.

Gestern ist etwas passiert, das mich voll verletzt hat, und mich noch immer beschäftigt und ich hatte irgendwie das Gefühl keinem erzählen zu können was wirklich los war… Erst als ich dann am Abend heimkam, erzählte ich Seraina von allem, und sie war so lieb, und verständnisvoll. Ich bin so froh, dass sie meine Zimmerkollegin geworden ist. Sie war vom Anfang an, wie eine große Schwester für mich. Half mir wenn ich nicht weiter wusste, zeigte mir alles, und irgendwie tat es gestern so gut, ihr von meinem Kummer erzählen zu können. Wenn ich daran denke, dass sie nächste Woche schon wieder heim fliegt, dann wird mir so schwer ums Herz. Am liebsten würde ich auch mit ihr heim fliegen… Ich mag nicht alleine da in China bleiben… ich kann das nicht, ich halte das nicht aus, so lange alleine unter Fremden zu sein…. Ich brauch wieder mal eine richtige Umarmung von Herzen, ein vertrautes Gespräch, eine Schulter zum anlehnen, jemand der mich drückt, wenn’s mir nicht gut geht, jemand der neben mir sitzt und mir das Gefühl gibt, nicht alleine zu sein. Irgendwie waren die 2 Monate Au-pair damals ganz anders... da fühlte ich mich bei Bea und der Familie aufgehoben, aber hier, hier fehlt mir das so sehr.

Keine Kommentare: