Donnerstag, 23. August 2007

Xiangshan, der duftende Berg

Donnerstag 23.08.2007

Heute bin ich mit Carmen und LeeAnn um 9 Uhr zum Xiangshan aufgebrochen, was nach 3 Stunden Schlaf und einer durchtanzten Nacht eine mehr oder weniger große Überwindung darstellte. Aber im nachhinein hat sich das Aufstehen wirklich gelohnt.

Zuerst gingen wir ins Tous les Jours und nahmen uns Baguette und Croissants zum Frühstück. Sie hatten zwar Marmelade, aber keinen Butter, und so wurde wieder nichts aus meinem heiß ersehnten Butterbrot. Aber ich muss zugeben, es schmeckte auch so ganz okay.

Dann fuhren wir mit dem Bus von Wudaokoa weg Richtung Xiangshan. Ich war so müde, dass ich bald wieder einnickte. Der Weg auf den Xiangshan ist wie ein großer Park angelegt, mit gepflasterten Wegen und kleinen Treppen. Es waren um die Zeit als wir dort ankamen, auch noch fast keine Leute dort, und so konnten wir die gemütliche, ruhige Stimmung dort, abseits von dem ganzen Großstadtlärm genießen, und wurden nur selten von anderen Leuten dabei gestört. Nach einer Stunde anstrengendem Aufstieg kamen wir dann endlich oben an. Wir waren so glücklich es endlich geschafft zu haben, zu Fuß. Es hätte ja auch eine Seilbahn gegeben, aber wir wollten den Xiangshan zu Fuß bezwingen. Oben angekommen, setzten wir uns dann in den Schatten und kauften uns ein Eis. Ich hatte ein chinesisches Schokoladeeis, das ein bisschen schmeckte als hätte man Kakao eingefroren.

Leider war über Peking wieder mal so viel Smog, dass man sogar vom höchsten Punkt die Stadt nichts in der Smogsuppe ausmachen konnte. Wirklich schade.

Der Abstieg war dann weit weniger beschwerlich und um 2 Uhr Nachmittags waren wir wieder unten. Im Bus zurück schlief ich ein paar Mal so tief ein, dass ich richtig aus dem Schlaf schreckte, als Leute an mir vorbei gingen.

Zurück beim Wohnheim traf ich mich mit Mate und wir gingen noch die Zugtickets für Dalian organisieren. Irgendwie macht das jetzt die Uni für uns, und das Stipendium bezahlt das. Voll cool. Mate ist ein Ungar, der momentan auch in Peking studiert und dann nach Dalian fährt. Seraina hatte uns einmal vorgestellt, und wir beschlossen dann gemeinsam den Zug zu nehmen, damit die Zeit nicht so langweilig werden würde, die wir im Zug sitzen müssen. Und so hab ich im Notfall auch einen Mann, der mir andere lästige Männer wieder verscheuchen kann. *gg*

Am Abend fühlte ich mich dann so alleine. Das Zimmer war so leer ohne Seraina. Ich schrieb ihr noch ein Mail, und telefonierte dann ganz lange mit Mama, bis ich so müde war, dass ich einschlief, sobald ich den Hörer aufgelegt hatte.

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