Sonntag 5. August 2007
Heute hatten wir endlich mal Zeit um auszuschlafen und dann gemütlich zu Brunchen. Gegen 1 brachen dann Franzi, Michi und ich zum Tiananmenplatz und zur Verbotenen Stadt auf. Nach einer Stunde Fahrt in einem zum Bersten vollen Bus waren wir endlich da. Das Maosoleum und der Tiananmen-Platz faszinierten mich eigentlich nicht so besonders. Der Tiananmenplatz ist einfach nur ein riesiger Platz mit einem Denkmal in der Mitte, aber dafür war die Verbotene Stadt recht eindrucksvoll.
Ich war wirklich beeindruckt von der Größe der Stadt und der Anzahl der Häuser. Obwohl man nach einer Weile glaubte eh schon überall gewesen zu sein, weil ein Haus dem anderen ähnelte, machten wir doch eine große Runde, und kamen schlussendlich in der Nähe der Nordtors zu einem wunderschönen Garten, mit verschlungenen Bäumen, interessanten Steinen, kleinen chinesischen Pavillons…Das war eigentlich der Teil der mir am allerbesten gefallen hat.
Laut dem Reiseführer von Michaela war das früher der Platz an dem sich die Frauen aufhielten. Ich konnte gar nicht mehr aufhören Fotos zu machen, von dem schönen Park.
Wenn nicht so viele Touristen herum gewesen wären, dann hätte das Ganze bestimmt sehr mystisch ausgesehen.
Ich fotografierte die purpurne Stadt, und die Chinesischen fotografierten mich. Wir drei blonden Frauen, schienen da eine relative große Attraktion zu sein. Zwei Jungen fragten mich sogar ob sie mit mir ein Foto machen können. Ich glaubte ja zuerst, sie wollten, dass ich ein Foto von Ihnen und ihrem Vater mache… aber nein… der Vater machte eins von seinen Söhnen und mir *gg*
Als wir gerade raus kamen aus der Verbotenen Stadt, trafen wir ganz zufällig Max Habsburg und mit ihm gemeinsam gingen wir dann vom Nordtor der Gugong Richtung Beihaipark um ein bisschen zu rasten und Tee zu trinken, der in total lieben Teetassen mit Deckel serviert wurde. Im Beihaipark stießen dann auch noch zwei Freunde von Franziska und Andreas zu uns .
Alle gemeinsam gingen wir dann in ein Hutong, durch enge verwinkelte kleine Gassen zu einem versteckten chinesischen Restaurant, wo wir alle in einem kleinen separierten Raum bedient wurden. Wir waren eine lustige Runde… Michi und Franzi, Andreas, Max und ich, noch ein anderer Chinese, und die Freunde von Franzi, ein Chinese und eine Japanerin, die sich in Deutschland kennengelernt haben, als sie dort ein Auslandsjahr machten, und seither zusammen sind. Das interessante daran ist, neben der Tatsache, dass Chinesen und Japaner sich ja sonst nicht so besonders mögen, dass sich die beiden auf Deutsch unterhalten, weil er nicht japanisch und sie nicht chinesisch kann. *gg* Voll lustige Geschichte. Als der Kellner dann den lebendigen Fisch in einem Becken brachte und fragte ob der passen würde, bekamen Michi und Franzi voll einen Schock. Aber Hua erklärte uns, dass das eine chinesische Tradition sei, um dem Gast zu zeigen, dass der Fisch ganz ganz frisch ist, und nicht schon tiefgekühlt, oder alt. Das Essen war wirklich lecker. Es gab zwar mehrere verschieden Gerichte, aber ich aß den ganzen Abend fast nur von dem Haiyu… dem schwarzen Fisch. Relativ ungewöhnlich für mich, aber der schmeckte einfach so lecker. So guten Fisch, hatte ich bei uns noch nie gegessen.
Kurz vor 9 gingen wir dann wieder auf den Bus und fuhren zur Uni zurück. Andreas kam auch mit, und gemeinsam gingen wir dann mit Seraina, alle noch einen Sprung in die Blablabar und tranken wieder mal GinTonic, was hier schon fast zum Standartgetränk von uns geworden ist.
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