Mittwoch 29.August 2007
Gleich in der Früh ging ich nochmal zum Bangongshi (Bürogebäude) und erledigte die Sache mit meinem Visum. Was ich nicht wusste zu dem Zeitpunkt, als ich meinen Pass abgab, dass unsere Bankomatkarten hier nicht funktionieren, und man um Geld zu wechseln einen Pass braucht. Nachdem Kingyan und ich uns also umsonst am Bankschalter angestellt hatten, wo rund um uns herum die Chinesen einander anschrien, die Kunden, die Bankangestellten, und die Bankangestellten die Kunden, und die Kunden sich gegenseitig, gingen wir gemeinsam wieder zurück zum Bürogebäude um unsere Pässe wieder zu holen. Damit wir diesmal schneller sind in der Bank, hatten wir uns die Formulare, die man ausfüllen muss, um hier Geld wechseln zu können gleich mitgenommen. Wie wir schon wussten, muss in China alles mit schwarzen Stift ausgefüllt werden, oder es hat keine Gültigkeit. Doch als wir zurückkamen wurden wir belehrt, dass das der falsche schwarze Stift war, und man nur mit dem Stift der Bank selbst schreiben konnte. Ein anderer, ein bisschen dickerer schwarzer Kuli… Wir bekamen wieder neue Formulare und füllten alles nochmals aus, irgendwas stimmte bei einem Formular dann wieder nicht und wir mussten noch mal irgendwas anders machen.
Wenn man es dann endlich mal geschafft hatte das Formular richtig auszufüllen, wurde alles rot gestempelt und man musste sich am nächsten Schalter wieder anstellen, wo dann das Geld ausbezahlt wurde. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich das alles jetzt lustig finden sollte, oder lieber auch wie die Chinesen anfangen lauthals zu schimpfen.
Nachdem die Geldsache dann endlich erledigt war, nahmen Kingyan, Mate und ich auf gut Glück einen Bus in Richtung Stadt. Wir waren auf der Suche nach einem Shoppingcenter, wo wir neue Sachen für Kingyan einkaufen konnten, da die Fluggesellschaft seinen Koffer irgendwo verschlampt hat, und sie weder wussten wo er war, noch wann er wieder auftauchen würde.
Das Einkaufszentrum das wir dann fanden, war riesig groß und man hätte hier bestimmt alles finden können, wenn man sehr reich wäre, und Geld keine Rolle spielen würde. Dafür waren die Nudeln, die wir im obersten Stockwerk des Gebäudes aßen, richtig gut. Ich hatte so einen Hunger, dass ich meine riesen Portion schneller als die Jungs fertig hatte.
Irgendwie fuhr dann der Bus auch nicht auf der gleichen Straße wieder zurück wie er gekommen war, und wir schafften es, wieder mindestens eine halbe Stunde nach dem Bus zu suchen. *gg* Die Auskunft der Chinesen, die ich fragte war auch meist nicht sehr genau. Wenn man Chinesen nach dem Weg fragt, dann deuten sie einfach in eine Richtung und sagen… dorthin. Keine Ahnung, ob sie meinten, ich würde die Wegbeschreibung nicht verstehen, oder ob das ihre Art ist einen Weg zu beschreiben.
Zurück beim Campus ging ich dann relativ gleich mal ins Zimmer und ins Bett, da ich auf einmal richtig schlimm Kopfweh hatte. Xiaxi war eh auch schon zu Hause, und nachdem wir noch ein paar Worte gewechselt hatten, legte sie sich auch ins Bett. Da Xiaxi kein Englisch spricht, versuchen wir uns auf Chinesisch zu verständigen… Es war ganz lustig, wie ich ihr erklären wollte, dass es ein Feuerwerk gegeben hat… ich machte in der Luft Bewegungen, wie beim Pantomime, bis sie rief… ahh… Fire…! *gg*
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