Sonntag, 10. Februar 2008

Auf den Spuren der kommunistischen Partei Chinas


Mittwoch 16. Jänner 2008

Heute erkundigten wir die Gegend um Xintiandi und die French Concession. Zwischen Englisch aussehenden Backsteinhäusern, mit teuren europäischen Restaurants und Bars verbirgt sich dort das Haus der Geburtsstunde der KPC. Für einen Yuan durften wir in ein kleines Museum eintreten, in dem die Geschichte der kommunistischen Partei Chinas nachgezeichnet war, die Gründe die zu Ihrem Aufstieg beitrugen und ihre Gründerväter waren sehr ausführlich beschrieben. Es war interessant, diese ganze Geschichte einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, die frühen Zeitungen der Parteianhänger anzusehen, die unter dem französischen Namen „La Jeunesse“ (Die Jugend) veröffentlich wurden.

Gleich um die Ecke in der ehemaligen No 29 rue de Moliere, steht das ehemalige Wohnhaus von Sun Yat-sen, in dem ein wichtiger Teil der Parteigeschichte mitgeschrieben wurde.
Sun Yat-sen empfing dort Parteifreunde, Staatsmänner, Feinde zu freundschaftlichen, diplomatischen und wirtschaftichen Gesprächen und kämpfte wie man den Tafeln im Haus entnehmen konnte, sein Leben lang für ein neues und unabhängiges, florierendes China.

Nach den beiden geschichtsträchtigen Häusern, hatten wir fürs erste Mal genug von der Geschichte der KPC und machten uns mit knurrenden Mägen auf die Suche nach Futter. In einer Seitenstraße der Nanjing Road fanden wir schließlich wieder große Töpfe mit chinesischer Nudelsuppe und gönnten uns dann zum Nachtisch ein Dessert im Häagen-Dazs. Ich hatte heiße Schokolade mit einem Löffel aus zarter, dunkler Schokolade,und Kingyan seinen geliebten Karamell Moccachino und eine Kugel Eis. Sündteuer für chinesische Verhältnisse, aber soooo lecker.

Am Abend machten wir uns dann mit dem 430 km/h schnellen Maglev auf, hinaus zum Flughafen, um Rukmani abzuholen, die heute ihren Freund in Peking verabschiedet hatte, und uns nachkam. Rukmanis Flugzeug hatte Verspätung und so hatte ich noch Zeit Mourads Buch endlich fertig zu lesen.
Als sie dann endlich da war, hatte ich das Gefühl unser Trio wäre wieder komplett und auch sie freute sich sehr uns wieder zu sehen. Auf der Rückfahrt mit dem Flughafenbus quatschen wir dann auch tatsächlich so viel, dass wir die Haltestelle verpassten und dann erst bei der nächsten aussteigen konnten.

Angekommen im Hotel, legte sich Kingyan bald schlafen und wir Mädels setzen uns noch in die Bar hinunter und erzählten uns, was in der Zwischenzeit so alles vorgefallen war. Wir quatschten über Ruks Beziehungsprobleme, Kingyans und meine kleinen Zankereien - naja, Zankereinen waren es ja eigentlich eh nicht, eher der Austausch sarkastischer Bemerkungen *gg* - unsere Pläne für morgen, und sonst halt noch über alles und nichts. Um 3 oder so, machten die Bedienungen in der Bar dann alle Lichter aus, was wohl so viel bedeuten sollte, wie „Mädels hört auf zu quatschen und verzieht euch ins Bett“ und so schafften auch wir es schließlich ein paar Stunden nach Kingyan in die Heia.

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