Mittwoch, 13. Februar 2008

Wiedersehen mit meiner besseren 2. Hälfte

Montag 21.Jänner 2008

Heute war ich entgegen meiner in letzter Zeit entwickelten Langschlaferangewohnheit, die immer nur durch Kingyans Rütteln an meinem Fuß auf ein einigermaßen normales Ausmaß reduziert wurde, schon in aller Frühe wach. Ich suchte Annas Geschenk, das ich für sie in Peking gekauft hatte, nachdem die chinesische Post offenbar mein Geburtstagsgeschenk und die Weihnachtspost für sie konfisziert hat, und setzte mich mit einem Glas eiskalter Kokosnussmilch vor die Jugendherberge, um ja nicht zu verpassen, wenn meine liebste Anna endlich ankam. Gott sei Dank hatte ich das Buch mit, das Nicole für mich ausgesucht hatte, und in Mamas Weihnachtsüberlebenspacket drin war, sonst wär ich wohl gleich in der Einfahrt stehen geblieben.

Die Mädels von der Jugendherberge lachte eh schon, weil ich alle paar Minuten, wenn ein Auto sich in die kleine Gasse verirrte, aufsprang, um zu sehen, ob meine Anna nicht vielleicht doch schon da war.

Ich hatte mit meiner Aufregung alle angesteckt, und als sie dann endlich da war, schauten mir alle nach, wie ich ihr entgegen lief und sie nach so langer Zeit endlich wieder mal umarmte. Ich glaube, die dachten bestimmt, wir hätten was am Laufen, aber das war mir in dem Moment egal *gg*.

Die Mädels von der Herberge schienen meine Freude schlussendlich doch zu teilen und ließen uns sogar in ein viel größeres, hübscheres Zimmer umziehen, in dem es zwar nur ganz wenig Licht gab, aber dafür zwei hübsch gezogene Betten und ein großes Fenster.

Anna war von der Nacht am Flughafen in Hongkong total erledigt und legte sich nach dem wir die wichtigsten Sachen uns im Überblick erzählt hatten, mal erst für 2 Stunden hin. Die arme hatte doch nicht, wie ich angenommen hatte, bei ihrer Cousine übernachten können, und musste nun die ganze Nacht, mit ihrer Handtasche als Kopfkissen im Flughafen schlafen, und das alles nur, wegen dem doofen Visum. Schon komisch, dass die Chinesen immer so darauf bedacht sind, zu sagen das Taiwan eine Provinz von China ist, und als nichts anderes gesehen werden darf, aber dann die Leute die ein Visum für Taiwan haben, nicht ohne noch ein Visum für China zu beantragen einreisen dürfen.

Naja, wie auch immer, ich bin jedenfalls überglücklich, dass dann das alles doch noch geklappt hat, und sie es trotz der Unannehmlichkeiten geschafft hat zu kommen.

Nachdem Anna wieder munter war, gingen wir gemeinsam in einem kleinen, chinesischen Lokal neben unserer Herberge war essen und setzten uns dann an den Strand, wo wir mit einem Feuerwerk „begrüßt“ wurden. Als die Menschen am Strand sich schon längst alle auf den Heimweg oder auf den Weg in die nächste Bar gemacht hatten, saßen wir noch lange unter Sternen und quatschen. Ich genoss es, endlich mal wieder ohne Skype mit ihr über alles mögliche reden zu können, und Schulter an Schulter neben ihr am Meer zu sitzen.

Spät in der Nacht kehrten wir dann zu unserer Herberge zurück und ich schlief überglücklich ein.

Keine Kommentare: