Freitag, 15. Februar 2008

Zwei Wassernixen auf der Flucht vor der Paparazzi

Freitag 25. Jänner 2008

Heute, war nach den letzten paar trüben, regnerischen Tagen endlich wieder mal die Sonne da. Nachdem unser Plan zu einer Hotspring zu fahren, aufgrund der falschen Aussagen der Jugendherbergemädels wieder mal schief gelaufen war, entschlossen wir, den Tag einfach gemütlich am Strand unten zu verbringen. Wir zogen also unsere Bikinis heraus, packten Sonnencreme ein, und gingen los. Auf dem Weg kauften wir uns noch einer der Maiskolben, die die Frau an der Ecke verkaufte, und die uns schon die ganze Woche angelacht hatten und setzten uns damit am Meer unten in den Sand.

Wie immer hatten wir eine Menge zu quatschen und als die Sonne dann endlich richtig herauskam, warfen wir unser T-shirts weg und rannten Richtung Wasser. Sofort zückten ein paar Chinesen und Koreaner ihre Fotokameras, und knips, waren wir wieder auf ein paar Fotos drauf. Anna setzte sich dann demonstrativ vor mich, und wir quatschen Rücken an Rücken, halb im Meer sitzend weiter, bis ein ganz Dreister mit seiner Videokamera kam, und uns filmte.

Warum sprangen denn die alle uns hinterher? Hätten ja hinter sich genügend Russentussis gehabt, die ihre Hintern an die Sonne streckten.

Wir warteten also, bis die Meute sich wieder ein bisschen verlaufen hatte, und gingen dann nochmals ins Wasser ein bisschen planschen. Das Wasser erstaunlicherweise angenehm warm und wirklich überraschend sauber.

Anna und ich witzelten, wo denn Samuel, unseren Sixpack-Mann geblieben war, den wir gestern beim Italiener wieder gesehen hatten. Der hätte dann die Paparazzi mit seinem Kongfu vertreiben können *gg*. Doch dann fiel uns ein, dass der ja heute schon wieder abgereist war, und mit ihm der Rest der Kongfugruppe. Wohl keiner mehr da um uns zu beschützen *gg*

Aber der Nachmittag wurde auch ohne Sixpackmann ganz lustig. Wir saßen im Sand, tranken Kokosnussmilch, knabberten unsere Lieblingskekse und ließen uns von der Sonne trocknen.

Auf dem Nachhauseweg hörten wir aus einer Bar jemanden live, alte englische Lieder singen. Begeistert von der gemütlichen Atmosphäre und netten Einrichtung der Bar setzten wir uns auf einen Drink. Doch aus dem Drink wurde nachdem wir die Speisekarte aufschlugen, ein Milchshake und Apfelkuchen.

Die Küche war ausgezeichnet, und an den Milchshakes auch gar nichts auszusetzen. Bei Kerzenschein führten wir lange Gespräche, über das Leben und die Liebe, und ich genoss das Gefühl, mit einem Menschen so reden zu können, als würde ich zu mir selbst reden.
Egal wie stupide sich manche Sachen auch anhörten, sie schien irgendwie immer zu wissen, was gerade in meinem Kopf und vor allem meinem Herzen vorging.
Sie ist die Person, mit der ich lachen und weinen, fröhlich und traurig, überdreht, verrückt, stinkig, und zutiefst bedrückt sein kann, die all meine Fehler und Maken kennt, und mich trotzdem nie dafür verurteilt.
Sie ist einer dieser Menschen, ohne den mein Leben nur halb so schön wäre!

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