Freitag 7.März 2008
Heute drückten wir zum ersten Mal seit langer Zeit wieder die Schulbänke. Ich saß neben Helene die auch mit mir in der Klasse ist, und schaffte es nun sogar, von Französisch nach Chinesisch und wieder zurück zu schalten, dann mit Mate und Kingyan auf Deutsch zu reden, und schließlich einer Russin etwas auf Englisch zu erklären ohne jedes Mal im ersten Satz noch Wörter aus der anderen Sprache dabei zu haben. Bei Englisch und Deutsch war das eh schon länger kein Problem mehr, aber irgendwie scheinen Chinesisch und Franösisch in meinem Kopf über die gleichen Kanäle zu laufen, und sich gegenseitig zu stören. Die erste Stunde war Hörverstehen, mit der genialen Lehrerin die ich schon letztes Jahr hatte, und Qingdu bekamen wir dann einen neuen Lehrer, der einen sehr strengen, aber sympathischen Eindruck machte. Er meinte, dass wir ab nun jeden Tag 30 neue Vokablen zu lernen, ein Tagebuch auf Chinesisch zu führen, die Stunden peinlichst genau vor- und nachzubereiten hätten, und dass wir dann bestimmt ein gutes Semester zusammen verbringen würden. Ich fiel zwar bei dem Gedanke an die viele Arbeit, die das mit sich bringen würde, fast vom Sessel, aber irgendwie denke ich doch, dass dies uns dazu motivieren wird, aus diesen letzten paar Monaten in China das Maximum rauszuholen. Auch Helene mit der Kingyan und ich abends essen waren, war der selben Ansicht, und wir beschlossen noch einmal voll Gas zu geben. Mit den beiden in meiner Klasse, wir das bestimmt ein gutes Semester werden.
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