Sonntag, 11. Mai 2008

Abschied von Mami, Abschied von Peking

Mittwoch 7. Mai 2008

Heute war unser schöner, aber leider viel zu kurzer gemeinsamer Urlaub schon wieder vorbei, und wir packten unsere Koffer um zum Flughafen zu fahren. Mein Riesenmonstrumkoffer, meine kleine Sporttasche, und 2 Rucksäcke…Mit all den Sachen die wir mitgebracht hatten, und den Stücken die wir neu gekauft haben, platzen alle 4 Taschen fast aus ihren Nähten.

Am Flughafen, ging ich dann durch die Passkontrolle, mit zum Mamas Eincheckschalter. Natürlich war der Koffer ein bisschen über dem Höchstgewicht, doch der hübsche Bursche hinter dem Schalter erwiderte mein Lächeln mit einem noch größeren und checkte Mamas Gepäck inklusive meinem Riesenkoffer ohne Probleme ein. Dann erklärte er Mama in einem für einen Chinesen, unglaublich authentischen Englisch, wohin sie musste. und verabschiedete uns mit einem so lieben Lächeln, das mit bis jetzt in Erinnerung geblieben ist.

Das ist irgendwie so schön in China, dass die Chinesen auf ein ehrliches, offenes Lächeln eigentlich immer mit großer Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft reagieren. Noch dazu, wenn man höflich fragt, und nicht wie die Chinesen oft gleich mal herumschreit, und laut wird. Die Chinesen Frauen, haben ja größtenteils eine ziemlich anstrengende, blecherne Stimme, die wenn sie laut werden, kaum zu ertragen ist.

Nachdem wir die Stewardess gefragt hatten, ob Mama dann wieder durch die Passkontrolle zurückkommen könne, gingen wir wieder raus noch im Starbucks einen Abschiedskaffee trinken. Wir waren uns einig, dass die Woche in Peking eine schöne und trotz der vielen Latscherei eine erholsame Zeit gewesen war, und besonders Mama hatte es genossen, einmal nichts entscheiden, nichts ausverhandeln, an nichts denken zu müssen, und ich hatte es genossen, mein Mamilein an der Hand zu nehmen und ihr all das zu zeigen, was mich an Peking zu fasziniert hatte.

Und dann war auch schon die Zeit gekommen, dass Mama gehen musste. Wir verabschiedeten uns mit einer großen Umarmung und weg wars sie wieder, meine Mami.
Noch nicht ganz…
Ich setzte mich in den KFC, nahm mir ein Cola und packte meine Bücher zum lernen aus, da mein Flugzeug erst Abends um 7 ging, und ich noch 9 Stunden zu warten hatte…da kam ein SMS von Mama, dass sie es so schön gefunden hatte, und es leider viel zu kurz war… und dann eines, dass der Bursche am Schalter sie auf einen erste Klasse ähnlichen Platz gesetzt hatte… wie cool war denn das!!! und dann war sie wirklich weg… auf ihrem bequemen Platz auf in Richtung Heimat.

Ich lernte dann im KFC ein Mädel aus Hainan kennen mit der ich mich lange Zeit unterhielt, bis derjenige, auf den sie wartete, endlich angekommen war. Als sie gegangen war, setze ich mich nochmals für ein paar Stunden in den Starbucks und lerne meine Qingduvokablen, bis dann endlich auch mein Flieger kam.
Mit meinem Minikoffer musste ich mir auch keine Sorgen machen wegen Gewichtlimits und so weiter, und schickte Kingyan eine SMS er brauche mich nicht abholen, da ich sowieso nur ganz wenig Gepäck hätte.
Doch als ich dann in Dalian ankam, und aus dem Ankunftsgate kam, da stand er am Flughafen, und begrüßte mich mit einer großen Umarmung. Ich war wieder „zu Hause“
Und Kingyan ist wirklich ein Schatz, das muss mal gesagt werden.

Zu Hause wartete dann auch Ruks auf mich, und wir gingen alle 3 gemeinsam noch auf ein Bier in Buddy’s.
Das Leben ist einfach so wunderschön….

Keine Kommentare: