Montag, 21. Juli 2008

Ein wunderschöner Willkommensgruß

Mittwoch 16. Juli 2008

Heute morgen wurde ich von der kleinen Isabella geweckt, die Nici mir ins Bett gesetzt hatte. Die Kleine ist ja so süß. Noch viel hübscher als sie auf den Fotos ausgesehen hatte. Ich hatte mich sogleich in sie verliebt.

Neben der Freude meine kleine Nichte endlich mal kennenzulernen, freute ich mich ganz unglaublich mein Schwesterherz endlich wieder mal drücken zu können. Wie schön war es, endlich wieder bei ihr sein zu können, nachdem ich so lange weg, war, und an den ganzen schönen Veränderungen in ihrem Leben nur auf der Ferne teilnehmen hatte können.

Nach einen feinen Frühstück mit Mama und Papa, bei dem es feines Brot, mit köstlicher Butter und leckerem Honig gab, ich mir endlich wieder einmal ein Glas Wasser aus der Leitung nehmen konnte, nahm mich Nici mit in ihre neue Wohnung. Ich war ganz begeistert von ihrem neuen kleinen Reich. Wirklich beeindruckend, was Flo und sie, sich im letzten Jahr aufgebaut hatten. Und noch mehr fasziniert war ich davon, welch wunderbare Mami sie für die Kleine war. Ich hatte daran ja nie gezweifelt, aber jetzt als ich es sah, mit welcher Sicherheit, Gemütsruhe und Liebe sie mit der Kleinen redete, sie auf den Arm nahm, ihr das Fläschchen gab, da war ich so richtig beeindruckt von meinem kleinen, großen Schwesterherz.

Wir gingen gemeinsam mit dem Kinderwagen am See spazieren. Setzten uns draußen am Grünen Damm ein bisschen hin, und packten unser Picknick aus, das wir zuvor beim Billa eingekauft hatten. Alles an Nici strahlte eine unglaubliche Ruhe und Zufriedenheit aus. Sie scheint ihren Weg zu Glück wirklich gefunden zu haben. Ich war so froh, sie so glücklich zu sehen. Und ich selbst war glücklich endlich wieder bei meinem Schwesterherz sein zu können.

Nach unserem Picknick fuhren wir ihren Schatz bei der Arbeit abholen, und gingen dann zu ihr nach Hause, bis uns Mama an und meinte, wir sollen zum Abendessen nach Hard kommen. Wir packten also Isabella wieder in ihren Tragesitz und düsten nach Hard.

Schon als wir auf den Parkplatz fuhren, dachte ich, warum das Auto von Moni-Gota auf dem Parkplatz stand, ob Mama wohl wieder mehr Kontakt zu ihr hatte, und dahinter ein Auto aus der Schweiz. Naja, war ja vielleicht eine Arbeitskollegin von Mama aus der Schweiz. Vielleicht hatte sie ja ein Weibertreffen arrangiert. Ein Blick Richtung Eingang verwirrte mich noch mehr. Wo am Vormittag noch das Banner mit dem „Willkommen“ gehängt war, war nun plötzlich eine riesen Windschutzplane. Und da stand dann auch schon Mama im Eingang und rief „ÜBERRASCHUNG“.

Hinter dem Zelt im Garten versteckten sich sicher über 30 Leute, die Mama zu meiner Rückkehrüberraschungsparty eingeladen hatte. Durch das Fenster in der Plane, konnte ich meine Verwandten sehen, meine Großeltern, und dann SERAINA! SOPHIA und ihr Freund, meine zwei CHRISSiS, wie war denn das möglich? Vor allem Seraina. Ich konnte mich nicht erinnern, Mama je ihren Nachnamen genannt zu haben. Wie hatte sie sie nur gefunden?? Ich war vollkommen sprachlos. Meine ganze Verwandtschaft war gekommen, außer Tobi und Meno sogar alle meine Cousins und Cousinen. So vollzählig waren wir glaub ich schon lange nicht mehr. Meine zwei Gotas, Mamagota und Hans. Total von den Socken, begann ich erst mal alle zu begrüßen. Ich konnte es nicht glauben. Jetzt verstand ich erst, warum Nici immer mit solcher Entschiedenheit an der Einfahrt der Rauhholzstraße vorbeigefahren war, als ich nach Hause wollte um mein kleines Notizbuch zu holen, wo ich die Telefonnummer meiner Freunde notiert hatte, bevor ich die SIM Karte in China wechselte. Dann dachte ich, Mama und Papa würden wohl schön enttäuscht sein, wenn ich gerade nach Hause kam, und dann den ganzen Tag mich nicht zu Hause blicken ließ. Konnte ja keiner ahnen, dass die zwei mich gerade gar nicht vermissten, und dabei waren unseren Vorplatz in ein Partyzelt der Extraklasse zu verwandeln. Alles passte zum Thema „Sunflower in China- Wiedersehen macht Freude“ Überrall standen Mamas selbstgezüchtete Sonnenblumen, von der Tischdeko, über Teller und Servietten war alles voller Sonnenblumen. Sogar einige der Gäste hatten mir Sonnenblumen gebracht. Ich war sprachlos, und hatte eigentlich gar keine Zeit sprachlos zu sein, denn jeder wollte wissen, wie die Zeit in China war, was es Interessantes, Lustiges, Erschreckendes über das Reich der Mitte zu berichten gab.

Auf dem Menüplan standen Käsespätzle und Kartoffelsalat und Apfelstrudel mit Sahne und Vanilleeis als Nachspeise. Davon hatte ich schon das ganze Jahr über in China geträumt. Mama hatte, woher weiß ich nicht eine Megapfanne organisiert, in der die Spätzle bruzelten. Vor dem Küchenfenster war eine lange Salatbar, wo man sich mit Kartoffelsalat, den meine Verwandten gemacht hatten, eindecken konnte. Passend zum Thema schenkte mir die ganze Vögelverwandtschaft eine Spätzleset. Damit ich ab nun, wo immer ich auch bin, immer Spätzle nach Art der Heimat machen konnte. Und Tini hatte ein großes Vorarlberger „Servus mit Schoki geschrieben. Und auch die vielen anderen Geschenke freuten mich ganz unglaublich. Mama hatte sich wirklich bei der Organisation des Festes wieder einmal selbst übertroffen.

Schöner hätte der Willkommensgruß der Heimat gar nicht sein können!

Vielen Dank an alle! Es ist schön wieder bei euch zu sein!

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