Sonntag, 20. Juli 2008

Terrakotta Armee, eine unterirdische Armee aus Stein

Samstag 12. Juli 2008

Heute morgen um 9 hätte eigentlich der Reisebus vom Melody Hotel kommen sollen um uns abzuholen. Pünktlich um 9 läutete auch mein Handy und man vertröstete uns auf 9:30. Als um 9:30 jedoch immer noch kein Bus da war, wurden wir zum Melody Hotel hinüber bestellt, wo man uns sagte, dass der Bus schon längst gefahren war.

Als wir uns dann beim Manager beschweren, wurde uns ein Privatauto mit Privatchaffeur und Guide zur Verfügung gestellt, der uns direkt zu den Stationen der Tour brachte, die wir auch anschauen wollten. Wir besichtigten Ausgrabungen eines neolithisches, matriachalischen Dorfes, eine Fabrik, die die Terracotta Worrier nachbauten, alte chinesische Kommoden herstellten und mit alten Techniken bemalten, und auch sonst allerhand Kunsthandwerksstücke verkauften. Nach einem nicht besonders ausgiebigen Mittagessen, folgten wir dann einer Führung durch eine Seidenfabrik, wo man uns angefangen vom Leben der Seidenraupe erklärte, wie man Seidenstoffe und Seidensteppdecken herstellte. Unsere Reiseführerin und der Chauffeur waren total lustige Typen und wir hatten zu fünft mit ihnen im Auto einen riesen Spaß.

Angekommen bei der Terrakotta Armee, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Geschützt durch ein Haus, sah man hier Reihen über Reihen von steinernen Kriegern, die Kaiser Qin einst herstellen lassen hatte, um sein Grab zu beschützen. Das atemberaubende an der Sache war, dass der bereits ausgegrabene Teil nur ein Fünftel des Ganzen darstellte. Da die moderne Wissenschaft, bis heute noch ein Mittel gefunden hatte, die ursprünglichen leuchtenden roten und blauen Farben der Krieger nach dem Ausgraben zu bewahren, sind 4/5 der Krieger noch immer unter der Erde, und bleiben dort konserviert, bis die Forschung einen Weg findet, die Farbe zu erhalten. Wirklich beeindruckend, dieses, laut Chinesen 8. Weltwunder!

Nach den Terracotta Worriers schlossen wir wieder mit der großen Gruppe des Reisebusses auf, und gingen noch das Sommerhäuschen und Badeanlagen des Kaisers Xuanzong (685 – 762) und seiner liebsten Concubine Yang Guifei anschauen, wo später auch Chiang Kai-shek für einige Zeit gewohnt hatte. Hier hatte sich 1936 auch der „Xian Incidence“ ereignet, was laut unserer Fremdenführerin ein Grundstein für der Einheit Chinas darstellte.

Zurück in der Stadt, gingen wir nocheinmal ins Muslimviertel Abendessen und dann musste ich mich eh auch schon wieder daran machen meine Koffer zu packen.

Morgen Früh würde meine Reise weiter nach Peking gehen, und damit war ich wieder einen Schritt weiter in Richtung Abreise nach Österreich.

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